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Schorndorf, Kunst am Bau, Barbara-Künkelin-Halle

Aufgabe:

Vorschlag für 'Kunst am Bau' im Luftraum des Foyers der Barbara-Künkelin-Halle in Schorndorf.

Idee: "Gefangene Lichter"

"Über dem eintretenden Besucher schwebt ein rotes Gitterobjekt, gefüllt mit scheinbar chaotischem, grünem Kabelgewirr, vielen verschiedenen Lichtquellen und einem Lautsprecher."

Entstanden ist die Idee aus der Geschichte Barbara Künkelin's:
"Inhaftierung der Gesandten" und der für mich äußerst 'wehrhaften' Spitze des Zwischenbodens.

   Im Grundrißplan erkennt man die formale Fortführung der Architektur zur Freiplastik hin: Ein Rombus als logisches Ergebnis!

Der Käfig ist 50 cm hoch und hat eine Kantenlänge von 120 - 150 cm. Aufgehängt wird dieses Objekt an dünnen Stahlseilen, an denen auch die Stromzuführung in das Objekt erfolgt.

Mehrere Stromkreise ermöglichen folgende Funktionen:
a.

b.

c.


d.
ca. 20 Stromsparlampen erleuchten abends das Foyer,
ca. 20 Stroboskoplampen dynamisieren das Lichtgeschehen,
60 cm lange blaue Leuchtstoffröhren erweitern das Lichtgeschehen,
per Zufallsgenerator gesteuerte Klänge ertönen verhalten aus dem Objekt, z. B. Waldgeräusche.

Ein externer Scheinwerfer durchstrahlt das Objekt zusätzlich. Die Transparenz der Konstruktion ermöglicht dabei ein entsprechendes Schattenbild auf dem Boden.

Die einzelnen Funktionen werden je nach Veranstaltungsart geschaltet bzw. kombiniert.

Die Aufhängungshöhe richtet sich nach der Einsehbarkeit von draußen (siehe

Computersimulation) und der möglichst geringen Aussichtsbehinderung für Besucher von innen (wird mit den Architekten festgelegt).


Das Objekt lebt formal aus dem Kontrast zwischen konstruktiven und chaotischen Formen, den Komplementärfarben Rot und Grün, dem formalen Bezug zur Architektur sowie durch die inhaltliche Aussage über die "Gefangenen".

copyright by Walter Giers - 7/2000




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